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Freiflug für Terroristen

von Stefan Mey

Ich bin ein Mensch, der Flugzeugen vertraut. Ich vertraue auch Piloten. Und Fluglotsen. Und sogar den Typen, die die Flugzeuge warten – obwohl ich aus persönlichen Erfahrungen weiß, dass diese Menschen gerne mal einen über den Durst trinken. Ein wenig erschüttert wurde diese Woche im Rahmen einer Pressereise nach Paris mein Vertrauen in das Security-Personal.

Weil ich nämlich in Eile gepackt habe und nur ein Handgepäck mitnahm, habe ich diverse Gegenstände vergessen, die eigentlich in einem Flugzeug nichts verloren hätten. Konkret: Streichhölzer, Feuerzeug, Rasiermesser inklusive scharfer Klingen. Während ich noch immer nicht wirklich verstehe, wie ein Feuerzeug oder Streichhölzer als Mordwaffe dienen können, hätte ich das Rasiermesser schon als Bedrohung angesehen – Stichwort: Kehle aufschlitzen und so. Entsprechend ärgerte ich mich über mich selbst und nahm an, dass man mir die Gegenstände abnehmen würde.

Haben sie aber nicht.

All die offiziell verbotenen Gegenstände durfte ich mit an Bord nehmen; und zwar nach insgesamt drei Security Checks (zwei in Wien, weil ich zuerst am falschen Gate war; einer in Paris). Skeptisch hingegen waren sie bei einem Tisch-Stativ, das ich für meine Kamera mit genommen hatte… hat jemals jemand mit einem Tisch-Stativ erschlagen oder erdrosselt? Wäre mir neu. Mein Deo haben sie mir ebenfalls abgenommen. Aber erst beim zweiten Check, beim ersten war’s anscheinend egal. Willkür? Vermutlich ja.

Wäre irgendwie toll, wenn jemand das Personal auf die aktuellen Security-Standards schulen könnte. Oder ihnen zumindest einen Anti-Wurschtigkeits-Kurs verpassen. Der Sicherheit wegen. Stichwort: Terrorismus, tote Menschen und so. Vielen Dank im voraus.

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