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Porto: Portugals funky-coole Metropole

von Stefan Mey

Wer Urlaub in Portugal macht, der steuert meist als erstes Ziel die sonnige Algarve an und gibt sich maximal noch die Hauptstadt Lissabon, um dem Bedarf nach Kultur-Konsum ein wenig entgegen zu kommen – dabei hat Portugal noch deutlich mehr zu bieten; und vor allem Porto ist eine beeindruckende Metropole, in der im wahrsten Sinne des Wortes der Bär steppt.

So wie viele andere portugiesische Städte kann freilich auch Porto mit einer gewaltigen Fülle an katholischen Kirchen aufwarten – stellt Euch dabei halt auf massenweise Kruzifixe, blutende Heilande und recht makaber wirkende Gemälde ein: In einer Kirche fanden wir ein Bild, auf dem ein Königspaar aus einem Brunnen voll Blut trinkt, welcher von einer Jesus-Fontäne gespeist wurde. Definitiv nicht auslassen sollte man einen Besuch in den Katakomben der Igreja de Sao Francisco: Die unterirdische Gräber lassen ein mulmig-angenehmes Indiana-Jones-Feeling aufkommen.

Richtig funky ist aber nicht das katholische, sondern das moderne Porto. Zum Beispiel das Fotografiemuseum, gleich beim ikonischen Clerigos Tower: Dort haben wir beklemmende Fotos von portugiesischen Gefängnissen, sowie recht abgefahrene künstlerische Foto-Experimente abchecken können – und wer schon mal in der Gegend ist, der kann sich dort gleich die Aussicht vom Turm per se, sowie einen Besuch im angrenzenden Sardinen-Fachgeschäft (ja, das gibt es wirklich, und es erinnert ein wenig an Willy Wonka) geben.

Die gesamte Gegend beeindruckt architekonisch durch bunte Häuser, vor allem natürlich wegen der ikonischen blauen Fliesen.

Ein weiteres architektonisches Juwel ist der Konzertsaal Casa da Musica.

Im nahe gelegenen Garden of the Crystal Palace kann man wunderbar mit Blick auf die Stadt chillaxen. Hier gibt es außerdem frei laufende Pfaue, die teils von Senioren gefüttert werden – das ist doch deutlich lässiger als das Füttern öder Tauben.

Ausklingen lassen kann man die Tage in Porto mit Portwein und natürlich mit gutem Essen. Wir haben auf der Nordseite des Flusses ein paar gute Fischlokale gefunden, die überraschenderweise keine Touristenfallen sind (!); an der Südseite des Flusses gibt es diverse Tavernen, sowie einen Food Court, in dem ich einen grünen Burger gegessen habe. Macht man auch nicht alle Tage. Tagsüber futtert man sich in Porto durch allerlei süßes Gebäck – allen voran die puddinghaltigen Natas. Ein paar Eindrücke davon findet Ihr unter diesem Link.

Alles in allem ist Porto also auf jeden Fall eine Reise wert: Wegen der Kirchen, der funky Popkultur und natürlich wegen dem herrlichen Essen. Diverse Bilder von Porto findet Ihr oben in der Slideshow.

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